Christian Rohlfs (1849—1938)

Christian Rohlfs

„Das schwarze Haus“, um 1936
Tempera auf Bütten
56,5 x 78 cm

Biografie

1849 — Am 22. Dezember in Niendorf b. Leezen Kreis Segeberg geboren.

1864 — Sturz vom Baum, zweijähriges Krankenlager. Der behandelnde Arzt Dr. Stolle, Schwager Theodor Storms, beschafft Malutensilien.

1869 — Rohlfs besucht mit einer Empfehlung von Theodor Storm Ludwig Pietsch in Berlin.

1870 — Studium an die Großherzogliche Akademie in Weimar

1873 — Amputation des rechten Beines.

1875 — Studienaufenthalte in Weißenfels und Dresden.

1876 — Lehrzeit bei Alexander Struys.

1884 — Rohlfs wird am 15. Juni zum selbständigen Künstler erklärt. Er behält sein Freiatelier.

1888 — Erste Zeichen impressionistischer Lockerung der Malweise.

1890 — Ausstellung in der Akademie der Künste, Berlin.

1900 — Durch Vermittlung von Henry van de Velde erster Kontakt zu Karl Ernst Osthaus in Hagen, der mit den Vorbereitungen zur Gründung des Folkwangmuseums beschäftigt ist.

1901 — Übersiedlung nach Hagen an das entstehende Folkwangmuseum.

1902 — Auf Veranlassung Hans Oldes am 25. Dezember nachträgliche Verleihung des Professorentitels.

1903 — Erste Aquarelle.

1904 — Bekanntschaft mit Dr. Kaesbach und Edvard Munch. Aufgabe des Freiateliers in Weimar. Erster Besuch in Soest.

1905 — Freundschaft mit Emil Nolde.

1907 — Mitglied des von Karl Ernst Osthaus geleiteten „Sonderbundes westdeutscher Kunstfreunde und Künstler.“ Erste Ausstellung der „Brücke“ im Folkwangmuseum Hagen.

1908 — Erste Holzschnitte.

1909 — Ausstellung im Folkwangmuseum. Beteiligung an der Sonderbundausstellung in Düsseldorf und an der Schwarz-Weiß-Ausstellung der „Berliner Secession“.

1910 — Beteiligung an der Sonderbundausstellung Düsseldorf.

1911 — Mitglied der „Neuen Secession“, Berlin.

1914 — Infolge der Erschütterung durch den Kriegsausbruch mehrere Monate arbeitsunfähig. Ordentliches Mitglied der „Freien Secession“, Berlin.

1919 — Heirat mit Helene Vogt. Sonderausstellung zum 70. Geburtstag; Nationalgalerie, Berlin; Kestner-Gesellschaft, Hannover; Galerie A. Flechtheim, Düsseldorf.

1920 — Sonderausstellung bei Paul Cassirer, Berlin.

1922 — Verleihung des Dr.-Ing. e. h. der Technischen Hochschule Aachen.

1924 — Ehrenbürger der Stadt Hagen. Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, Berlin.

1925 — Verleihung des Dr. phil. h. c. der Universität Kiel. Außerordentliches Mitglied der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf.

1928 — Erste Reise nach Ascona am Lago Maggiore.

1937 — Rohlfs gilt als „entartet“. Ausstellungsverbot. Ausschluss aus der Preußischen Akademie der Künste, Berlin. 412 seiner Werke werden aus Museumsbesitz beschlagnahmt. Letzte Ausstellung in der Galerie F. Möller, Köln.

1938 — Am 8. Januar stirbt er in Hagen. Verkaufsverbot. Gedächtnis-Ausstellungen in Basel, Bern und Zürich.