Bruno Goller

Bruno Goller

Bruno Goller wurde am 05.11.1901 in Gummersbach geboren. Das Werk des deutschen Malers ist von besonderer Bedeutung, da sich seine Werke keiner Epoche eindeutig zuordnen lassen.

Bruno Gollers künstlerischer Werdegang

Im Jahr 1919 beginnt Gollers künstlerische Ausbildung unter Leitung des Landschaftsmalers Julius Jungheim in Düsseldorf. Drei Jahre darauf nimmt der junge Künstler bereits an der Großen Kunstausstellung Düsseldorf teil.

Ab 1927 lebte und arbeitete Goller vollständig in Düsseldorf. Ein Jahr später war er Mitbegründer der „Rheinischen Sezession“. Den Mittelpunkt der Künstlergruppe bildete die Düsseldorfer Altstadt-Galerie »Junge Kunst - Frau Ey«.

Bruno Gollers Leben 1933 bis 1945

Im Sommer des Jahres 1933 ehelichte der Maler Elsbeth Nipshagen. 1936 findet in der Galerie Rudolf Stuckert in Düsseldorf die erste Einzelausstellung statt. Mit dem Beginn des Nationalsozialismus zog sich Bruno Goller immer weiter zurück in die Innere Emigration, da seine Bilder als entartet galten. Schließlich versteckte er seine Bilder und malt kaum neue Werke. In den Krieg wurde Goller 1940 einberufen. Noch während seines Kriegsdienstes, im Jahr 1943, zerstörte ein Luftangriff sein Atelier und die sich darin befindenden Werke. 1945 kehrte er aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurück und fing wieder an zu malen.

Bruno Gollers Bildthemen

Seine Motivwahl bleibt Zeit seiner Malerkarriere dieselbe. Inspiriert von den Kindheitserinnerungen an den Hutmacherladen seiner Mutter gehören Schaufenster, Dekorationen und weibliche Figuren zu seiner hauptsächlichen Motivwahl. Besonders die Akte und Portraits der Nachkriegszeit erinnern ein wenig an flach dargestellte Schaufensterpuppen.

Wichtige Stationen und Ehrungen für Bruno Goller

1949 schloss sich der Maler der „Neuen Rheinischen Sezession“ an und wird an die Staatliche Kunstakademie in Düsseldorf berufen. Dort hatte er von 1953 bis 1964 eine Professur für Malerei inne. Seine Schüler waren u. a. Blinky Palermo, Konrad Fischer-Lueg, Konrad Klapheck und Gerda Kratz. Der Cornelius-Preis der Stadt Düsseldorf wurde ihm 1950 verliehen. Ihm zu Ehren wurde 1958 von der Kestner-Gesellschaft Hannover eine erste Retrospektive ausgerichtet, welche Werner Schmalenbach kuratierte. Im darauffolgenden Jahr nahm Goller an der documenta II teil. Ab 1960 erhielt Bruno Goller zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Großen Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen und den Lichtwart Preise der Stadt Hamburg. 1965 vertrat er Deutschland auf der 8. Biennale in Sao Paulo. 1967 wurde er Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Im gleichen Jahr erhielt der Künstler das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Kunstakademie Düsseldorf ernannte Bruno Goller 1984 zum Ehrenmitglied. Zwei Jahre darauf wurde ihm zu Ehren eine große Retrospektive in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ausgerichtet. Bruno Goller stirbt am 19. Januar 1998 in Düsseldorf.

Bruno Gollers Stellung in der Kunstgeschichte

Gollers Werke sind eine Meisterleistung der Beziehung von Figuration und Abstraktion. Bis zu seinem Ende schloss sich der Künstler keiner künstlerischen Strömung an, sondern blieb stets seinem einzigartigen Stil treu. Goller entwickelte einen raffinierten Blick des Betrachters auf das Gemalte. Die strenge Komposition und der experimentelle Pinselduktus erzeugten den klaren Ton, den Bruno Goller in seinen Gemälden fand. Seine einzigartige Stellung in der Kunst mag ein Grund dafür sein, dass der Künstler der Öffentlichkeit nicht sehr bekannt ist. Den Nachlass verwalten sein Biograph Volker Kahmen und das Bruno Goller-Archiv in Köln. Seit 1989 existierte in Gollers Heimatstadt Gummersbach das Bruno-Goller-Haus als ein städtisches Kulturzentrum, das Ende 2013 zugunsten einer neuen Kulturstätte geschlossen wurde.

Bruno Goller erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem:

1950 — den Cornelius Preis der Stadt Düsseldorf
1967 — das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
1980 — die Verleihung des Lichtwart Preises der Stadt Hamburg.

Bruno Gollers Ausstellungen, eine Auswahl:

1922 — Teilnahme an der Großen Kunstausstellung Düsseldorf.
1958 — erste große Einzelausstellung in der Kestner-Gesellschaft Hannover, kuratiert von Werner Schmalenbach.
1959 — Teilnahme an der documenta II.
1965 — Goller vertritt Deutschland mit 35 Gemälden auf der VIII. Bienal de Sao Paulo.
1986 — Retrospektive in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.
1995 — Ausstellung im Museum Puschkin in Moskau.

Weiterführende Informationen zu Bruno Goller:

1916 — Mit dem Ende der Schulpflicht verlässt Goller die Oberschule. Es beginnen erste autodidaktische Malversuche.
1919 — Goller wird Schüler des Landschaftsmalers Julius Jungheim in Düsseldorf (bis 1922).
1927 — Goller gibt sein Atelier in Gummersbach auf und lebt nun in Düsseldorf.
1928 — Gründung der Rheinischen Sezession, der Goller beitritt.
1933 — Heirat mit Elsbeth Nipshagen.
1936 — der kulturpolitische Druck der Nationalsozialisten veranlasst Goller, sich zunehmend zurückzuziehen. Er versteckt seine Bilder und malt kaum neue.
1940 — Einberufung und Kriegsdient in Frankreich.
1943 — Gollers Atelier mit etwas hundert dort lagernden Bildern wird bei einem Luftangriff zerstört.
1949 — Mitglied der Neuen Rheinischen Sezession. Goller wird an die Staatliche Kunstakademie in Düsseldorf berufen.
1953 — Berufung zum Professor. Goller leitet eine Klasse für Malerei. Zu seinen Schülern gehören u.a. Konrad Klapheck, Blinky Palermo und Konrad Fischer-Lueg.
1967 — Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. 1984 — Ehrenmitglied der Kunstakademie Düsseldorf.
1998 — Bruno Goller stirbt am 19. Januar in Düsseldorf.

© Copyright Galerie Utermann 2020

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Galerie Utermann, Silberstraße 22, 44137 Dortmund

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