Marc Chagall

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„Couple aux deux bouquets“ zeigt ein Liebespaar im Kontrast zu einem doppelten Blumenstrauß, zwei der kontinuierlichsten Motive, die in Chagalls Karriere auftauchen. Chagall malte dieses Bild in den letzten Jahren seines Schaffens und reflektiert mit den Sujets über seine langjährige Karriere. Die Liebenden werden hier als Chagall selbst und seine erste Frau Bella dargestellt, die 1944 plötzlich an einer bakteriellen Infektion starb. Im weiteren Verlauf seiner Schaffenskraft stellte Chagall Bella als die ewige Braut und als Begleiterin seines Selbstporträts mit dem Motiv der Liebenden dar.
Der doppelte Blumenstrauß ist ein metaphorischer Begleiter der Liebenden, dessen Farbenpracht für die Liebe zwischen den beiden steht. Die Blumensträuße, die seit seinen ersten Tagen in Paris in den 1910er Jahren immer wieder in seinen Werken zu sehen sind, wurden wahrscheinlich nach ihrem Original gemalt. Chagall ließ sich täglich frische Blumensträuße in sein Atelier bringen, und sein Haus in der Provence bot ihm eine farbenprächtige Auswahl an Wildblumen, von denen er sich inspirieren lassen konnte.
Unter den anderen Themen, die in diesem Werk zu erkennen sind, kann der Betrachter den Hahn deutlich ausmachen. Dieses Motiv, das besonders häufig in Verbindung mit den Liebenden vorkommt, steht für Fruchtbarkeit und Chagalls ländliche Wurzeln in seiner Heimatstadt Witebsk im heutigen Belarus. Der Hahn ist ein Bindeglied zwischen Chagall und seinem frühen Leben, einschließlich seines Werbens um Bella.

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