Paul Klee

„Ein Auge, welches sieht, das andere, welches fühlt…“ – Paul Klee


„Klee war ein Mensch, der tiefe Weisheit und erstaunliches Wissen besaß. Ein zeitloser Mensch mit unbestimmbarem Alter, dem aber, wie dem aufmerkend wachen Kinde, alle Erlebnisse der Sinne, des Auges und Ohrs, des Tastens und Schmeckens ewig fesselnd und neu waren. (…)

In Klees Atelier – und er selber inmitten der scheinbaren, in Wirklichkeit aber sorgfältig geordneten „Unordnung“ (denn Klee war peinlich in seinen Gepflogenheiten) – standen immer auf mehreren Staffeleien einige seiner Bilder, sozusagen unter Beobachtung, die langsam uns allmählich sich zur Vollendung entfalteten. Wir erinnern, was ein uns naher Freund, dem vergönnt war, im Atelier Klees Arbeiten zu studieren, erzählte: wie Klee oft stundenlang in einer Ecke sitzen konnte, mit der Pfeife im Mund, rauchend, scheinbar mit nichts beschäftigt – aber im Inneren voller Wachsamkeit – und dann aufstand, um mit nie irrender Sicherheit in ein Bild hier eine Farbe einzusetzen, dort eine Linie zu ziehen und so diese zauberhaften Schöpfungen langsam ihrer Vollendung entgegenzubringen.“

Lyonel Feininger über Paul Klee, zitiert nach: Ludwig Grote, Erinnerungen an Paul Klee, München 1959, S. 71-75

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