In der 65. Folge der KUNSTPAUSE sprechen Felix von Boehm und Charlotte Paulus mit dem Kunsthändler Lukas Minssen über das Werk „Glanz und Elend der Reformen“ von Konrad Klapheck aus den Jahren 1971/1975.Das Gemälde wurde von den FREUNDEN der Nationalgalerie mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz von Christie, Manson & Woods Ltd., London 1993 erworben. Konrad Klapheck machte alltägliche Gebrauchsgegenstände zu den Hauptfiguren seiner Malerei. In „Glanz und Elend der Reformen“ beherrscht eine monumentale Planierraupe die Bildfläche und wird zum Sinnbild politischer Reformen. Vor dem Hintergrund der Brandt-Ära thematisiert das Gemälde die Ambivalenz des Fortschritts: Was Ordnung schafft, kann zugleich Unterschiede einebnen und die Komplexität gesellschaftlicher Realitäten überrollen.
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