Emil Schumacher

Emil Schumacher (* 29. August 1912 in Hagen, Westfalen; † 4. Oktober 1999 in San José, Ibiza) war ein deutscher Maler und einer der bedeutendsten Vertreter des Informel.

Ausbildung Emil Schumachers


Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 wird er verpflichtet, als technischer Zeichner im Rüstungsbetrieb der Hagener Akkumulatoren-Werke zu arbeiten. 1941 findet die Hochzeit mit Ursula Klapprott statt. Noch im selben Jahr wird der Sohn Ulrich geboren. Nach Kriegsende arbeitet er wieder als freier Künstler. 1947 gründet er mit Heinrich Siepmann, Hans Werdehausen, Gustav Deppe und anderen die Künstlergruppe „junger westen“. Die Künstler wollen so an die Kunst der Moderne vor der Zeit des Nationalsozialismus anknüpfen und der Erfahrungsaustausches unter Künstlern sollte so intensiviert werden. 1948 erhält der Künstler den Kunstpreis „junger westen“ der Stadt Recklinghausen. Drei Jahre später entstehen seine ersten gänzlich ungegenständlichen Arbeiten. Der Künstler ist Teilnehmer an der documenta II im Jahr 1959 in Kassel.
Emil Schumacher fängt 1931 an, an der Kunstgewerbeschule in Dortmund Werbegrafik zu studieren. Nach seinem Abschluss 1934 ist er als freischaffender Künstler tätig. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wird er nicht in die „Reichskammer der Bildenden Künste“ aufgenommen. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 wird er verpflichtet, als

technischer Zeichner im Rüstungsbetrieb der Hagener Akkumulatoren-Werke zu arbeiten. 1941 findet die Hochzeit mit Ursula Klapprott statt. Noch im selben Jahr wird der Sohn Ulrich geboren. Nach Kriegsende arbeitet er wieder als freier Künstler. 1947 gründet er mit Heinrich Siepmann, Hans Werdehausen, Gustav Deppe und anderen die Künstlergruppe „junger westen“. Die Künstler wollen so an die Kunst der Moderne vor der Zeit des Nationalsozialismus anknüpfen und der Erfahrungsaustausches unter Künstlern sollte so intensiviert werden. 1948 erhält der Künstler den Kunstpreis „junger westen“ der Stadt Recklinghausen. Drei Jahre später entstehen seine ersten gänzlich ungegenständlichen Arbeiten. Der Künstler ist Teilnehmer an der documenta II im Jahr 1959 in Kassel.

Ehrungen, Lehrtätigkeiten und wichtige Ausstellungen Emil Schumachers


Von 1958 bis 1960 hat er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg inne. Darauf folgt eine Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe von 1966 bis 1977. Im Jahr 1964 ist er mit mehreren großformatigen Bildern auf der documenta III, und 1977 auf der documenta 6 in Kassel vertreten.
Die Bundesrepublik Deutschland ehrt ihn 1968 mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse. Gleichzeitig wird der Künstler Mitglied in der Akademie der Künste in Berlin.
Während eines Winteraufenthaltes auf Djerba 1969 entsteht die Serie der „Djerba Gouachen“. In dieser Zeit fängt der Künstler an einen drastischen Aktionismus in seinen Werken umzusetzen. Durch Zerstörung des Bildträgers möchte Schumacher die Zerstörung selbst als bildnerisches Mittel in der Kunst einsetzen.
Ab 1971 hält er sich regelmäßig auf Ibiza auf, wo nun ein Großteil seiner Arbeiten entsteht.

1982 wird er mit der Mitgliedschaft des Ordens „Pour le Mérite“, und der Verleihung des Ehrenrings der Stadt Hagen ausgezeichnet, worauf ein Jahr später das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland folgt. Es folgen weitere Ehrungen, wie zum Beispiel 1985 eine Ehrenresidenz der Villa Massimo in Rom, die Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Hagen, die Verleihung des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen 1987 und 1990 die Ehrung als „Bürger des Ruhrgebiets“. Auf eine Gastprofessur beim Concorso Superiore Internazionale des Disegno der Fondazione Antonio Ratti 1991 folgt 1992 die Ehrendoktorwürde der Universität Dortmund.
1999 wird er Mitglied der sächsischen Akademie der Künste in Dresden. Am 04. Oktober desselben Jahres stirbt Emil Schumacher in San José auf Ibiza.

Zeit seines Lebens war Emil Schumacher ein Farbvirtuose, der mit Imagination und Intuition Farben und Abenteuer erschafft. Die Farbe selbst wird so zu einem eigenen Bildfaktor stilisiert.

G-28/1987, 1987, Gouache auf weißgrundiertem Packpapier, 56,5 × 65 cm

Somaran, 1981, Öl auf Holz, 170 × 125 cm

Elpe, 1988, Öl auf Holz, 170 × 125 cm

Meon, 1986, Öl auf Holz, 45 × 81 cm

Santiago, 1984, Öl auf Holz, 170 × 125 cm

3/1974, 1974, Aquatinta- und Kaltnadelradierung, Prägedruck auf Büttenpapier, 78,5 × 59,5 cm

Vita

1931/1934
Studium an der Kunstgewerbeschule, Dortmund.
1939/1945
Dienstverpflichtung als technischer Zeichner im Rüstungsbetrieb Hagener Akkumulatoren-Werke.
1941
Heirat mit Ursula Klapprott. Geburt des Sohnes Ulrich.
1947
Gründungsmitglied der Künstlergruppe „junger westen“.
1948
Kunstpreis „junger westen“ der Stadt Recklinghausen.
1951
Erste ungegenständliche Arbeiten entstehen.
1956
Entstehung der ersten Tastobjekte.
1958/1960
Professur an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg.
1966/1977
Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe.
1967/68
Gastprofessur an der Minneapolis School of Art. Entstehung der „Minneapolis Suite“.
1968
Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.
1969
Winteraufenthalt auf Djerba, wo die Serie „Djerba Gouachen“ entstehen.
1971
Regelmäßige Aufenthalte auf Ibiza, wo ein großer Teil der Gouachen und Arbeiten auf Papier entstehen.
1974
Preis der Stadt Ibiza.
1982
Mitglied des Ordens „Pour le Mérite“. Ehrenring der Stadt Hagen.
1983
Großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland.
1985
Ehrengast der Villa Massimo, Rom.
1987
Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Hagen. Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.
1990
Ehrung als „Bürger des Ruhrgebiets“
1991
Gastprofessur beim Concorso Superiore Internazionale des Disegno der Fondazione Antonio Ratti, Como.
1992
Ehrendoktorwürde der Universität Dortmund.
1993
„Salle d´honneur“ der XX. Biennale Internationale Gravure, Ljubljana.
1997
„Grand prix d´honneur“ der Internationalen Graphik-Triennale, Krakau. Ehrenbürger der Stadt Jena.
1999
Mitglied der sächsischen Akademie der Künste, Dresden.