Minneapolis Institute of Art, Minneapolis
Am 30. März 2025 wurde im Kimbell Art Museum, Fort Worth, Texas, die erste Station der Sammlungstournee „Modern Art and Politics in Germany 1910-1945. Masterworks from the Neue Nationalgalerie, Berlin“ eröffnet. Viele der mehr als 70 Arbeiten aus der Sammlung der Neuen Nationalgalerie reisten zum ersten Mal in die USA. Nach einer weiteren Ausstellungsstation im Albuquerque Museum, New Mexico, wird die Schau aktuell im Minneapolis Museum of Art, Minnesota, gezeigt.
Die Ausstellung, die spezifisch für das US-amerikanische Publikum entwickelt wurde, zeichnet die Entwicklung der Kunst der Moderne in Deutschland nach. Im Zentrum steht die politische Rolle der Kunst und des Museums. Denn die Sammlung der Neuen Nationalgalerie ist wie kaum eine andere tief geprägt von den sozialen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen der Zeit, gerade auch durch ihren Standort in Berlin. Weit über eine reine Ästhetikgeschichte hinaus verdeutlichen die Werke aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf eindrückliche Weise die großen Stationen der Geschichte: Deutsches Kaiserreich, Erster Weltkrieg, Weimarer Republik sowie Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg spiegeln sich in den Gemälden und Skulpturen der Sammlung wider.
Die Ausstellung nimmt insbesondere die Kunstproduktion während der nationalsozialistischen Diktatur von 1933 bis 1945 in den Blick. Viele Vertreter*innen der Moderne arbeiteten trotz politischer Repressionen unter erschwerten Bedingungen weiter, sei es im Verborgenen oder im Exil. Die Ausstellung erzählt diese Geschichte anhand ausgewählter herausragender Kunstwerke, von denen viele 1937 in der Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt wurden, in der die Nationalsozialisten die moderne Kunst diffamierten, oder die unmittelbar als Antwort auf diese Ausstellung entstanden waren.
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